Mitarbeiterbindung - Wie Führungskräfte Mitarbeitende mit Optimismus und Motivation halten können

Leadership

Immer wieder langjährige Mitarbeitende verabschieden und parallel neue gewinnen bzw. einarbeiten müssen – die Fluktuation von Arbeitnehmer:innen stellt ein beachtliches Problem für Unternehmen dar. Denn hiermit ist nicht nur ein hoher Zeit- und Arbeitsaufwand verbunden, Mitarbeitende zu verlieren kostet Unternehmen auch jede Menge Geld. Dabei glauben viele Führungskräfte irrtümlich, ihre Mitarbeitenden würden wegen der Höhe ihres Gehaltes oder anderer “härterer” Rahmenbedingungen kündigen - doch weit gefehlt. Sie könnten die (innerliche) Kündigung von Mitarbeitenden mit “weichen” Faktoren verhindern - nämlich mit mehr Optimismus und Motivation.

Geld ist eben nicht alles

Neue Generationen von Arbeitnehmenden bringen einen Wandel auf dem Arbeitsmarkt mit sich - nicht zuletzt bei den Kündigungsgründen. Hatte das Gehalt bei Mitarbeitenden vor etwa dreißig Jahren noch oberste Priorität, sieht es heute deutlich anders aus. Was Mitarbeitenden heute wichtig ist? Neben sinnhafter Arbeit gehören hierzu besonders eine offene Unternehmenskultur und Möglichkeiten zur persönlichen Entfaltung. Aus einer Sammlung verschiedener Umfragen geht außerdem hervor, dass die häufigsten Gründe für eine Kündigung in einer zu geringen Wertschätzung, unzureichender interner Kommunikation und fehlenden Aufstiegschancen liegen. Laut Businessolver würden über 90 Prozent der befragten Mitarbeitenden sogar ihren Arbeitsplatz behalten, wenn ihre Führungskraft empathischer wäre. Mit anderen Worten: Führungskräfte haben eine tragende Funktion in der Bindung ihrer Mitarbeitenden - eine wesentlich größere, als das Ausfüllen eines Gehaltschecks.

Eine Führungskraft unterstützt eine Mitarbeitende bei einer Aufgabe

Warum Optimisten bessere Führungskräfte sind

Vielleicht fragst du dich jetzt, wie Führung und Optimismus zusammenhängen. Eine Führungsposition ist eine ernstzunehmende Aufgabe, die mit großer Verantwortung einhergeht. Doch das muss nicht bedeuten, dass Führungskräfte immer das Schlimmste erwarten sollten. Denn tatsächlich gibt es einige Gründe, warum Führungskräfte von einer optimistischen Grundhaltung profitieren können:

  • Optimist:innen sehen Herausforderungen als Chancen und haben keine Angst vor Fehlern, da sie aus ihnen lernen können.
  • Sie legen den Fokus auf die Suche nach Lösungen, anstatt auf mögliche Hindernisse.
  • Eine positive Denkweise ist zukunftsorientiert und macht Optimist:innen damit weniger anfällig für Fehlprognosen. Zudem hilft sie ihnen, resilient mit Rückschlägen umzugehen.
  • Optimist:innen können andere Menschen mit ihrer positiven Art anstecken und sie motivieren, über sich selbst hinauszuwachsen.

Das sind nur ein paar Eigenschaften, die mit Optimismus einhergehen. Doch das sollte dir bereits verdeutlichen, dass ein optimistischer Umgang mit deiner Arbeit, deinen Mitarbeitenden und dir selbst positive Folgen für eure Arbeitsergebnisse sowie euren Teamgeist haben können. Doch was, wenn du bisher keine optimistische Ader hattest? Kein Problem, denn das Beste am Optimismus ist, dass du ihn trainieren kannst!

3 Tipps für eine optimistische (Selbst-)Führung

Natürlich kannst du nicht von heute auf morgen Optimist:in werden. Wie bei anderen Gewohnheiten auch, benötigt ein solches Umdenken viele Wiederholungen und Übung. Es erwartet außerdem niemand von dir, dass du ein hundertprozentig optimistischer Mensch wirst - trotzdem wirkst du auf diese Weise empathischer und verbesserst die Atmosphäre in deinem Team. Aus diesem Grund findest du hier ein paar Tipps, die es dir leichter machen, optimistischer zu sein.

1. Beginne bei dir selbst

Um deine Mitarbeitenden mit einer positiven Einstellung anzustecken, solltest du selbst davon überzeugt sein. Das geht am einfachsten, indem du dir selbst gegenüber positiver auftrittst. Dabei kann es dir helfen:

  • mit einer stressfreien Morgenroutine in den Tag zu starten, bei der du dir bewusst machst, worauf du dich heute freust, was heute Gutes passieren kann und was du an diesem Tag erreichen möchtest.
  • ein Dankbarkeitstagebuch zu führen, in dem du jeden Tag das notierst, wofür du an diesem Tag besonders dankbar warst oder was dich glücklich gemacht hat. Das können sowohl Kleinigkeiten, als auch größere Dinge sein.

2. Nutze positive Glaubenssätze

Dir selbst und anderen positive Glaubenssätze zu vermitteln, stärkt das Selbstvertrauen, hilft bei der Stressbewältigung und unterstützt eine optimistische, motivierte Denkweise. Beispiele für solche Affirmationen können zum Beispiel die folgenden sein:

  • Ich achte mich und sorge für meine Gesundheit.
  • Es ist machbar - ich kann das schaffen.
  • Ich verdiene Glück und Zufriedenheit.
  • Jeden Tag komme ich meinem Ziel ein Stückchen näher.

Das wichtigste im Umgang mit Glaubenssätzen ist, dass sie einen zentralen Wert für dich beinhalten und du dich mit ihnen identifizieren kannst. Denn wenn du nicht an deinen Satz glaubst, kann er dir besonders in schwierigen Situationen keine Unterstützung sein.

Eine unterstützende Rolle hast du nicht nur für dich selbst, sondern ebenso als Führungskraft für deine Mitarbeitenden. Achte aus diesem Grund darauf, auch ihnen gegenüber positive Aussagen zu machen, anstatt ihren inneren Kritiker anzufeuern. Stärke ihr Selbstvertrauen, indem du negative Glaubenssätze wie „Das kann ich nicht” oder „Dafür bin ich nicht gut genug” in positive umwandelst oder ihnen widersprichst. Zum Beispiel mit „Doch, ich bin mir ziemlich sicher, dass du das schaffen kannst”.

3. Umgib dich mit positiven Menschen

Das Verhalten unserer Mitmenschen unbewusst zu kopieren, war schon immer Fluch und Segen zugleich. Doch als Führungskraft solltest du dir diesen Effekt nicht nur bewusst, sondern zugute machen. Du selbst hast eine große Signalwirkung auf dein Team - verhältst du dich also optimistisch, wird das auf deine Mitarbeitenden abfärben. Dazu ist es wichtig, dass du nicht nur eine gute Stimmung in deinem Team, sondern auch in deinem privaten Umfeld förderst. Überlege genau, welche Menschen diesbezüglich einen eher positiven oder negativen Einfluss auf dich haben. Denn, sich mit positiven Menschen zu umgeben bedeutet gleichsam, sich von negativen Personen zu distanzieren. Besonders innerhalb deines Teams ist es empfehlenswert, Mitarbeitende mit einer permanenten miesepetrigen Stimmung direkt darauf anzusprechen. Denn solche Personen trüben nicht nur deine Laune, sondern die des gesamten Teams.

Mehrere Beschäftigte machen eine Pause und unterhalten sich

3 Tipps, um die Motivation im Team zu steigern

Die Motivation im Team ist eng mit der Einstellung und Haltung der Führungskraft verknüpft. Bist du als Führungskraft eher dazu geneigt, zu nörgeln, die Arbeit anderer schlecht zu machen oder auf neue Zielsetzungen eher pessimistisch zu reagieren, hat das negative Auswirkungen auf das Verhalten deiner Teammitglieder. Ist eine gewisse Toleranzschwelle überschritten, wird das Verhalten einer solchen Führungskraft bei ihren Mitarbeitenden erst zur inneren und anschließend zu einer tatsächlichen Kündigung führen. Bist du dagegen Optimist:in und schaffst es, deine Mitarbeitenden zu motivieren, holst du sie damit ins Boot und erzeugst einen starken Teamgeist. Das wird sich im Umkehrschluss ebenfalls positiv auf ihre Leistung, ihr Engagement und eine bessere psychische Gesundheit auswirken. So kannst du das Wohlbefinden deiner Mitarbeitenden stärken und sie langfristig an das Unternehmen binden. Doch was kannst du konkret tun, um die Motivation in deinem Team zu fördern?

1. Motivierend kommunizieren

Die Art und Weise, wie du mit deinen Mitarbeitenden kommunizierst, ist ausschlaggebend für ihre Wahrnehmung auf dich, das Unternehmen und letztlich auf ihre Arbeitsleistung. Dabei geht es jedoch nicht nur darum, wie du dich ausdrückst. Ein relevanter Schlüssel liegt hier, ähnlich wie beim Optimismus, in deiner Einstellung. Beides kannst du erreichen, indem du:

  • etwas gelassener bist, dich selbst nicht zu ernst nimmst und mit einer Prise Humor den Druck aus dem stressigen Arbeitsalltag entweichen lässt. Lass in diesem Zusammenhang auch mal zu, dass deine Mitarbeitenden Spaß am Arbeitsplatz, z.B. durch ein gelegentliches Scherzen oder Plaudern haben.
  • dich selbst als Teil des Teams siehst. Hier hilft es, Gemeinsamkeiten zu betonen und sprachlich das Wir zu verwenden. Beispielsweise hat die Formulierung „Wir kriegen das hin.” einen ganz anderen Effekt als „Ihr kriegt das hin”.
  • auch beim Erreichen von kleineren Zwischenzielen Anerkennung kommunizierst und mit deinem Team feierst.
  • deine Vorbildfunktion als solche begreifst. Denn was du deinen Mitarbeitenden vorlebst, werden sie dir gleich tun. Du musst also den ersten Schritt in Richtung einer optimistischen und motivierten Einstellung machen und mit gutem Beispiel vorangehen, damit deine Mitarbeitenden dir folgen können.

2. Wertschätzung & Vertrauen entgegen bringen

Zu unseren innersten, menschlichen Bedürfnissen gehört es, wahrgenommen und geschätzt zu werden. Als Führungskraft kannst du deine Mitarbeitenden motivieren, indem du ihnen regelmäßig zeigst, dass du ihre geleistete Arbeit siehst, sie zu schätzen weißt und für sie dankbar bist. Deine Wertschätzung kannst du zum Beispiel mit einem ehrlichen Lob ausdrücken. Lass deinen Teammitgliedern gleichzeitig genügend Freiraum für ihre Arbeitsgestaltung. Übermäßige Kontrolle ist hier eher nachteilig, da sie schnell als Misstrauen gedeutet wird.

3. Die persönliche Entwicklung fördern

Laut dem Gallup Institut wurde nachgewiesen, dass Beschäftigte, die in ihren Stärken und Fähigkeiten bemächtigt werden, seltener kündigen. Aus den Umfragen geht hervor, dass die persönliche und fachliche Weiterbildung Mitarbeitenden heutzutage sehr wichtig ist. Als Führungskraft solltest du diese beiden grundlegenden Motivationen stets im Blick behalten. Das kannst du beispielsweise tun, indem du Aufgaben nach den entsprechenden Stärken im Team aufteilst. Dabei ist es stets hilfreich, wenn du deine Mitarbeitenden mit einbeziehst, indem du sie beispielsweise nach ihren Interessen und Stärken fragst. Andererseits bedeutet das, dass du deine Teammitglieder stets aktivieren solltest, indem du ihnen ermöglichst, an neuen und abwechslungsreichen Projekten oder Aufgaben mitzuwirken. Im Rahmen deiner Möglichkeiten kannst du sie zudem bei der Teilnahme an Weiterbildungen oder anderen Entwicklungsmöglichkeiten unterstützen.

Neues Jahr - Neue Einstellung!

Wie du siehst, gibt es viele Gründe, das Jahr 2022 mit einer neuen, positiveren Einstellung anzugehen und diese in deinem Team zu etablieren. Langfristig wirst du es so schaffen, deine Mitarbeitenden zu motivieren und zu binden. Damit erreicht ihr gemeinsam bessere Arbeitsergebnisse und seid zufriedener.

Das Wichtigste für dich als Führungskraft ist und bleibt jedoch, eine Vorbildfunktion einzunehmen und dir den guten oder schlechten Einfluss, den du auf deine Mitarbeitenden hast, bewusst zu machen. Mache dir außerdem klar, dass du bei allen Veränderungen, die du an dir als Führungsperson vornehmen möchtest, dich als Mensch nicht außen vor lassen kannst.

Du kannst erst dann eine optimistische Führungskraft werden, wenn du ein optimistischer Mensch geworden bist. Denn nur so schaffst du es, ein empathisches, authentisches und vertrauenswürdiges Bild nach außen zu geben. Traue dich also den ersten Schritt zu machen – jeder Weitere wird umso einfacher sein!

Mitarbeiterbindung - Wie Führungskräfte Mitarbeitende mit Optimismus und Motivation halten können

Clara Reimann
-
Leadership

Immer wieder langjährige Mitarbeitende verabschieden und parallel neue gewinnen bzw. einarbeiten müssen – die Fluktuation von Arbeitnehmer:innen stellt ein beachtliches Problem für Unternehmen dar. Denn hiermit ist nicht nur ein hoher Zeit- und Arbeitsaufwand verbunden, Mitarbeitende zu verlieren kostet Unternehmen auch jede Menge Geld. Dabei glauben viele Führungskräfte irrtümlich, ihre Mitarbeitenden würden wegen der Höhe ihres Gehaltes oder anderer “härterer” Rahmenbedingungen kündigen - doch weit gefehlt. Sie könnten die (innerliche) Kündigung von Mitarbeitenden mit “weichen” Faktoren verhindern - nämlich mit mehr Optimismus und Motivation.

Geld ist eben nicht alles

Neue Generationen von Arbeitnehmenden bringen einen Wandel auf dem Arbeitsmarkt mit sich - nicht zuletzt bei den Kündigungsgründen. Hatte das Gehalt bei Mitarbeitenden vor etwa dreißig Jahren noch oberste Priorität, sieht es heute deutlich anders aus. Was Mitarbeitenden heute wichtig ist? Neben sinnhafter Arbeit gehören hierzu besonders eine offene Unternehmenskultur und Möglichkeiten zur persönlichen Entfaltung. Aus einer Sammlung verschiedener Umfragen geht außerdem hervor, dass die häufigsten Gründe für eine Kündigung in einer zu geringen Wertschätzung, unzureichender interner Kommunikation und fehlenden Aufstiegschancen liegen. Laut Businessolver würden über 90 Prozent der befragten Mitarbeitenden sogar ihren Arbeitsplatz behalten, wenn ihre Führungskraft empathischer wäre. Mit anderen Worten: Führungskräfte haben eine tragende Funktion in der Bindung ihrer Mitarbeitenden - eine wesentlich größere, als das Ausfüllen eines Gehaltschecks.

Eine Führungskraft unterstützt eine Mitarbeitende bei einer Aufgabe

Warum Optimisten bessere Führungskräfte sind

Vielleicht fragst du dich jetzt, wie Führung und Optimismus zusammenhängen. Eine Führungsposition ist eine ernstzunehmende Aufgabe, die mit großer Verantwortung einhergeht. Doch das muss nicht bedeuten, dass Führungskräfte immer das Schlimmste erwarten sollten. Denn tatsächlich gibt es einige Gründe, warum Führungskräfte von einer optimistischen Grundhaltung profitieren können:

  • Optimist:innen sehen Herausforderungen als Chancen und haben keine Angst vor Fehlern, da sie aus ihnen lernen können.
  • Sie legen den Fokus auf die Suche nach Lösungen, anstatt auf mögliche Hindernisse.
  • Eine positive Denkweise ist zukunftsorientiert und macht Optimist:innen damit weniger anfällig für Fehlprognosen. Zudem hilft sie ihnen, resilient mit Rückschlägen umzugehen.
  • Optimist:innen können andere Menschen mit ihrer positiven Art anstecken und sie motivieren, über sich selbst hinauszuwachsen.

Das sind nur ein paar Eigenschaften, die mit Optimismus einhergehen. Doch das sollte dir bereits verdeutlichen, dass ein optimistischer Umgang mit deiner Arbeit, deinen Mitarbeitenden und dir selbst positive Folgen für eure Arbeitsergebnisse sowie euren Teamgeist haben können. Doch was, wenn du bisher keine optimistische Ader hattest? Kein Problem, denn das Beste am Optimismus ist, dass du ihn trainieren kannst!

3 Tipps für eine optimistische (Selbst-)Führung

Natürlich kannst du nicht von heute auf morgen Optimist:in werden. Wie bei anderen Gewohnheiten auch, benötigt ein solches Umdenken viele Wiederholungen und Übung. Es erwartet außerdem niemand von dir, dass du ein hundertprozentig optimistischer Mensch wirst - trotzdem wirkst du auf diese Weise empathischer und verbesserst die Atmosphäre in deinem Team. Aus diesem Grund findest du hier ein paar Tipps, die es dir leichter machen, optimistischer zu sein.

1. Beginne bei dir selbst

Um deine Mitarbeitenden mit einer positiven Einstellung anzustecken, solltest du selbst davon überzeugt sein. Das geht am einfachsten, indem du dir selbst gegenüber positiver auftrittst. Dabei kann es dir helfen:

  • mit einer stressfreien Morgenroutine in den Tag zu starten, bei der du dir bewusst machst, worauf du dich heute freust, was heute Gutes passieren kann und was du an diesem Tag erreichen möchtest.
  • ein Dankbarkeitstagebuch zu führen, in dem du jeden Tag das notierst, wofür du an diesem Tag besonders dankbar warst oder was dich glücklich gemacht hat. Das können sowohl Kleinigkeiten, als auch größere Dinge sein.

2. Nutze positive Glaubenssätze

Dir selbst und anderen positive Glaubenssätze zu vermitteln, stärkt das Selbstvertrauen, hilft bei der Stressbewältigung und unterstützt eine optimistische, motivierte Denkweise. Beispiele für solche Affirmationen können zum Beispiel die folgenden sein:

  • Ich achte mich und sorge für meine Gesundheit.
  • Es ist machbar - ich kann das schaffen.
  • Ich verdiene Glück und Zufriedenheit.
  • Jeden Tag komme ich meinem Ziel ein Stückchen näher.

Das wichtigste im Umgang mit Glaubenssätzen ist, dass sie einen zentralen Wert für dich beinhalten und du dich mit ihnen identifizieren kannst. Denn wenn du nicht an deinen Satz glaubst, kann er dir besonders in schwierigen Situationen keine Unterstützung sein.

Eine unterstützende Rolle hast du nicht nur für dich selbst, sondern ebenso als Führungskraft für deine Mitarbeitenden. Achte aus diesem Grund darauf, auch ihnen gegenüber positive Aussagen zu machen, anstatt ihren inneren Kritiker anzufeuern. Stärke ihr Selbstvertrauen, indem du negative Glaubenssätze wie „Das kann ich nicht” oder „Dafür bin ich nicht gut genug” in positive umwandelst oder ihnen widersprichst. Zum Beispiel mit „Doch, ich bin mir ziemlich sicher, dass du das schaffen kannst”.

3. Umgib dich mit positiven Menschen

Das Verhalten unserer Mitmenschen unbewusst zu kopieren, war schon immer Fluch und Segen zugleich. Doch als Führungskraft solltest du dir diesen Effekt nicht nur bewusst, sondern zugute machen. Du selbst hast eine große Signalwirkung auf dein Team - verhältst du dich also optimistisch, wird das auf deine Mitarbeitenden abfärben. Dazu ist es wichtig, dass du nicht nur eine gute Stimmung in deinem Team, sondern auch in deinem privaten Umfeld förderst. Überlege genau, welche Menschen diesbezüglich einen eher positiven oder negativen Einfluss auf dich haben. Denn, sich mit positiven Menschen zu umgeben bedeutet gleichsam, sich von negativen Personen zu distanzieren. Besonders innerhalb deines Teams ist es empfehlenswert, Mitarbeitende mit einer permanenten miesepetrigen Stimmung direkt darauf anzusprechen. Denn solche Personen trüben nicht nur deine Laune, sondern die des gesamten Teams.

Mehrere Beschäftigte machen eine Pause und unterhalten sich

3 Tipps, um die Motivation im Team zu steigern

Die Motivation im Team ist eng mit der Einstellung und Haltung der Führungskraft verknüpft. Bist du als Führungskraft eher dazu geneigt, zu nörgeln, die Arbeit anderer schlecht zu machen oder auf neue Zielsetzungen eher pessimistisch zu reagieren, hat das negative Auswirkungen auf das Verhalten deiner Teammitglieder. Ist eine gewisse Toleranzschwelle überschritten, wird das Verhalten einer solchen Führungskraft bei ihren Mitarbeitenden erst zur inneren und anschließend zu einer tatsächlichen Kündigung führen. Bist du dagegen Optimist:in und schaffst es, deine Mitarbeitenden zu motivieren, holst du sie damit ins Boot und erzeugst einen starken Teamgeist. Das wird sich im Umkehrschluss ebenfalls positiv auf ihre Leistung, ihr Engagement und eine bessere psychische Gesundheit auswirken. So kannst du das Wohlbefinden deiner Mitarbeitenden stärken und sie langfristig an das Unternehmen binden. Doch was kannst du konkret tun, um die Motivation in deinem Team zu fördern?

1. Motivierend kommunizieren

Die Art und Weise, wie du mit deinen Mitarbeitenden kommunizierst, ist ausschlaggebend für ihre Wahrnehmung auf dich, das Unternehmen und letztlich auf ihre Arbeitsleistung. Dabei geht es jedoch nicht nur darum, wie du dich ausdrückst. Ein relevanter Schlüssel liegt hier, ähnlich wie beim Optimismus, in deiner Einstellung. Beides kannst du erreichen, indem du:

  • etwas gelassener bist, dich selbst nicht zu ernst nimmst und mit einer Prise Humor den Druck aus dem stressigen Arbeitsalltag entweichen lässt. Lass in diesem Zusammenhang auch mal zu, dass deine Mitarbeitenden Spaß am Arbeitsplatz, z.B. durch ein gelegentliches Scherzen oder Plaudern haben.
  • dich selbst als Teil des Teams siehst. Hier hilft es, Gemeinsamkeiten zu betonen und sprachlich das Wir zu verwenden. Beispielsweise hat die Formulierung „Wir kriegen das hin.” einen ganz anderen Effekt als „Ihr kriegt das hin”.
  • auch beim Erreichen von kleineren Zwischenzielen Anerkennung kommunizierst und mit deinem Team feierst.
  • deine Vorbildfunktion als solche begreifst. Denn was du deinen Mitarbeitenden vorlebst, werden sie dir gleich tun. Du musst also den ersten Schritt in Richtung einer optimistischen und motivierten Einstellung machen und mit gutem Beispiel vorangehen, damit deine Mitarbeitenden dir folgen können.

2. Wertschätzung & Vertrauen entgegen bringen

Zu unseren innersten, menschlichen Bedürfnissen gehört es, wahrgenommen und geschätzt zu werden. Als Führungskraft kannst du deine Mitarbeitenden motivieren, indem du ihnen regelmäßig zeigst, dass du ihre geleistete Arbeit siehst, sie zu schätzen weißt und für sie dankbar bist. Deine Wertschätzung kannst du zum Beispiel mit einem ehrlichen Lob ausdrücken. Lass deinen Teammitgliedern gleichzeitig genügend Freiraum für ihre Arbeitsgestaltung. Übermäßige Kontrolle ist hier eher nachteilig, da sie schnell als Misstrauen gedeutet wird.

3. Die persönliche Entwicklung fördern

Laut dem Gallup Institut wurde nachgewiesen, dass Beschäftigte, die in ihren Stärken und Fähigkeiten bemächtigt werden, seltener kündigen. Aus den Umfragen geht hervor, dass die persönliche und fachliche Weiterbildung Mitarbeitenden heutzutage sehr wichtig ist. Als Führungskraft solltest du diese beiden grundlegenden Motivationen stets im Blick behalten. Das kannst du beispielsweise tun, indem du Aufgaben nach den entsprechenden Stärken im Team aufteilst. Dabei ist es stets hilfreich, wenn du deine Mitarbeitenden mit einbeziehst, indem du sie beispielsweise nach ihren Interessen und Stärken fragst. Andererseits bedeutet das, dass du deine Teammitglieder stets aktivieren solltest, indem du ihnen ermöglichst, an neuen und abwechslungsreichen Projekten oder Aufgaben mitzuwirken. Im Rahmen deiner Möglichkeiten kannst du sie zudem bei der Teilnahme an Weiterbildungen oder anderen Entwicklungsmöglichkeiten unterstützen.

Neues Jahr - Neue Einstellung!

Wie du siehst, gibt es viele Gründe, das Jahr 2022 mit einer neuen, positiveren Einstellung anzugehen und diese in deinem Team zu etablieren. Langfristig wirst du es so schaffen, deine Mitarbeitenden zu motivieren und zu binden. Damit erreicht ihr gemeinsam bessere Arbeitsergebnisse und seid zufriedener.

Das Wichtigste für dich als Führungskraft ist und bleibt jedoch, eine Vorbildfunktion einzunehmen und dir den guten oder schlechten Einfluss, den du auf deine Mitarbeitenden hast, bewusst zu machen. Mache dir außerdem klar, dass du bei allen Veränderungen, die du an dir als Führungsperson vornehmen möchtest, dich als Mensch nicht außen vor lassen kannst.

Du kannst erst dann eine optimistische Führungskraft werden, wenn du ein optimistischer Mensch geworden bist. Denn nur so schaffst du es, ein empathisches, authentisches und vertrauenswürdiges Bild nach außen zu geben. Traue dich also den ersten Schritt zu machen – jeder Weitere wird umso einfacher sein!


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